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Presse
03.11.2011, 16:25 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU-Landtagsabgeordneter Höttcher fordert Schnellgerichte gegen Fußball-Randalierer
Zivile Kräfte der Polizei sollen Fans beobachten – „Beweissicherung für Strafverfolgung das A und O“


BRAUNSCHWEIG. Schnelleres, konsequenteres und härteres Ahnden von Straftaten fordert der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Carsten Höttcher (CDU) um der wieder zunehmenden Gewalt rund um Fußballspiele zu begegnen.


„Wir brauchen zivile Kräfte der Polizei unter den Fans, in den Blöcken, in den Zügen,  beim Anmarsch, damit die wenigen Gewalttäter unter tausenden Fußball-Freunden dingfest gemacht werden können.  Die Beweissicherung ist für die Strafverfolgung das A und O“, sagt er vor dem Heimspiel Eintracht Braunschweigs gegen Union Berlin in der 2. Fußball-Bundesliga am morgigen Freitag.
Krawallmachern müsse die Möglichkeit genommen werden, unerkannt in der anonymen Masse unterzutauchen. Dazu beitragen müsse auch eine intensivere Videoüberwachung  in Zügen, auf Bahnhöfen, vor und in Stadien.  „Es ist ein Trauerspiel, dass so etwas offenbar notwendig ist, um Exzesse zu verhindern“, sagt Höttcher, der selbst jedes Heimspiel von Eintracht Braunschweig mit seinem Sohn besucht.
Höttcher schlägt darüber hinaus das Einrichten von Schnellgerichten vor, die Straftäter sehr zügig und  am besten noch an Ort und Stelle verurteilen sollen. Beschleunigte Verfahren zur besonderen Abschreckung gebe es etwa auch für Ladendiebe.
Und so genannte Schnellgerichte habe es bereits bei Fußball-Großereignissen wie EM und WM gegeben. Das habe sich bewährt.  „Die Straftaten jener, die über die Stränge schlagen,  müssen von Staatsanwälten angeklagt werden und gehören vor ein ordentliches  Gericht“, so Höttcher. Die gegenwärtige Entwicklung zunehmender Gewalt rund um Fußball-Spiele sei ernst und müsse dringend gestoppt werden, bevor sie ein Massenphänomen werden könne.
Es sei eben kein Kavaliersdelikt, wenn man Sachen wie Zäune, Züge oder Toiletten beschädige  und mit Feuerwerkskörpern, Feuerzeugen oder Bierbechern auf andere Menschen werfe. Stadionverbote und Schadensersatzforderungen seien für Täter durchaus abschreckend.
Die aktuellen Gewalttaten der Dresdener Fans in Dortmund seien ja kein Einzelfall. Höttcher erinnert zum Beispiel an die schlimmen Ausschreitungen im Mai  in Frankfurt. Höttcher ist sich sicher, dass ein überragender Teil der Besucher von Fußballspielen schärferes Einschreiten begrüßen würde. „Es darf nicht sein, dass Familien Angst haben müssen, gemeinsam zum Fußball zu gehen“, meint der CDU-Landtagsabgeordnete Carsten Höttcher.


aktualisiert von MdL Carsten Höttcher, 03.11.2011, 16:28 Uhr

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