CDU-Stadtbezirksräte wollen Hort für Geitelder Schulkinder erhalten Höttcher: Teilnahme an wohnortnahen Nachmittagsangeboten ist sonst kaum noch möglich
Die CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 222 setzt sich für die wohnortnahe Schulkindbetreuung der Kinder aus Geitelde ein, teilt CDU-Landtagsabgeordneter Carsten Höttcher mit. Höttcher ist Mitglied im Stadtbezirksrat und hat einen entsprechenden Antrag formuliert.
Ziel der CDU-Initiative ist es, den Geitelder Hort in der Kindertagesstätte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zu erhalten. Denn die Stadt will die Schulkindbetreuung ausschließlich noch an Grundschulstandorten ermöglichen. Deswegen drohen den Geitelder Kindern Nachteile. Sie müssten auch nachmittags in der Grundschule Timmerlah bleiben.
Der CDU-Antrag zur Sitzung des Stadtbezirksrates 222 am 29. November 2011 im Wortlaut:
„Die wohnortnahe Schulkindbetreuung in Geitelde (Hort) soll in der Kindertagesstätte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erhalten bleiben. Dem Paritätischen als Träger der Einrichtung ist weiterhin der Betrieb mit 20 Kindern zu gestatten und zu finanzieren.
Begründung:
- Durch die geplante Verlagerung der Schulkindbetreuung nach Timmerlah wäre den Kindern aufgrund eingeschränkter Fahrtzeiten des Öffentlichen Personen Nahverkehrs das Wahrnehmen von wohnortnahen Nachmittagsangeboten (z.B. Sportverein) kaum noch möglich. Die Fahrtzeiten des ÖPNV lassen nur Rücktransporte nach Geitelde um 14 und 16 Uhr zu. Die Konsequenz daraus ist nicht zum Wohl der Kinder, wie es das Rahmenkonzept der Stadt Braunschweig eigentlich zum Ziel hat.
- Bei den Schulwegen achtet die Stadt gemeinhin auf größtmögliche Sicherheit für die Schulkinder. Eine individuelle Fahrt von Geitelde nach Timmerlah und zurück ist für die 6- bis 10-Jährigen etwa mit dem Fahrrad über die Kreisstraße ohne Radweg entweder nicht gestattet (ohne Fahrradprüfung) oder schlicht zu gefährlich.
- Durch die geplante Verlagerung der Schulkindbetreuung nach Timmerlah wird den Eltern die notwendige Flexibilität für die Vereinbarung von Familie und Beruf erheblich und unnötig erschwert
- Die Schulkindbetreuung in Geitelde wäre nicht die einzige, die außerhalb des Grundschulstandortes stattfindet. Die Hort-Lösung in Geitelde ist dieser Lösung gleichzusetzen.
- Bereits seit Jahren existiert die Kooperation zwischen der Kindertagesstätte Geitelde und der Grundschule Timmerlah reibungslos und ohne jegliche Beanstandung.
- Von der Heimaufsicht ist der Betrieb mit 20 Kindern bereits genehmigt.“
aktualisiert von MdL Carsten Höttcher, 23.11.2011, 16:08 Uhr |